Martin Rejmanek ist 17 Jahre alt und hat schon jede Menge Erfahrung im Gleitschirmfliegen. Wir sind gespannt, wie sich seine Flugkarriere in den USA und darüber hinaus entwickeln wird.

Von seiner Heimat in Kalifornien aus hat uns Martin – zusammen mit seinem Vater Honza, der ebenfalls UP-Teampilot und bekannter Wetterexperte ist und für das Cross Country Magazin schreibt – bereits viele tolle Berichte geschickt. Wie zum Beispiel den Start von der Aiguille du Midi (3.842 m) in Frankreich, wo schon allein die Seilbahnfahrt ein echtes Highlight ist. Oder seine verschiedenen XC-Abenteuer in der Sierra Nevada. Jetzt haben er und seine Eltern zugestimmt, dass wir ihn offiziell im Team UP willkommen heißen dürfen. Wir freuen uns sehr, dass die nächste Generation mit an Bord ist und mit dem MAKALU 5 fliegt. Wir haben Martin um ein paar Hintergrundinfos gebeten, und das hat er gesagt:
„Ich fliege schon seit meiner Kindheit im Tandem mit meinem Vater. Wir haben viele Vater-Sohn-Streckenflüge mit Wanderungen auf der ganzen Welt unternommen. Dabei habe ich meine Liebe zum Fliegen entdeckt – die Welt aus der Luft zu sehen und auf so eine unglaubliche Art durch sie zu reisen. Als ich 12 war, habe ich auf unserem Feld vor Ort mit dem Groundhandling angefangen. Das hat mir sehr geholfen mein Selbstvertrauen im Umgang mit dem Schirm aufzubauen. Bald unternahm ich meine ersten kleinen Flüge in den Dünen und flog entlang der Küste. Mit 16 hatte ich meinen ersten Thermikflug. Danach war der Einstieg ins Streckenfliegen leicht.

Meine unvergesslichsten Flüge fanden immer in den Bergen statt. Letzten Sommer (Juni 2025) startete ich im Owens Valley und flog etwa 60 Kilometer entlang der High Sierras nach Norden. Dank einer hohen Wolkenbasis und leichtem Wind konnte ich den Mt. Whitney (den höchsten Gipfel der kontinentalen Vereinigten Staaten) in fast 5000 m Höhe überfliegen und dort in Thermik steigen. Der Vorstoß in das Hochgebirge war ein Schritt, vor dem ich lange gezögert hatte, da ich wusste, dass es eine lange Wanderung aus der High Sierra heraus werden würde, aber ich sah einen Drachenflieger in einer guten Thermik über dem Gipfel, also beschloss ich, ihm zu folgen; wir flogen eine Weile gemeinsam in der Thermik, bevor wir unsere getrennten Wege fortsetzten. Später habe ich mich tatsächlich über Instagram wieder mit ihm vernetzt.
Später im Juli schafften mein Vater und ich es, fast den gesamten Weg um den Mont Blanc herum zu fliegen – beide mit Solo-Gleitschirm versteht sich. Ich habe das technische Fliegen in den Hochalpen rund um die Klippen und riesigen Gletscher wirklich genossen. Wir waren enttäuscht, dass wir es nicht zurück nach Chamonix schafften, aber trotzdem hatte ich einen fantastischen Flug, denn beim Fliegen geht es für mich nie wirklich darum, unbedingt ein Ziel erreichen zu müssen. Ich liebe einfach alles, was man unterwegs sieht, und die tollen Leute, die man in der Paragliding-Community trifft. Ich möchte das fortsetzen, was mein Vater und ich begonnen haben: mehrtägige Abenteuer mit Hike & Fly quer durch verschiedene Gebirgszüge auf der ganzen Welt.“

Wir freuen uns schon auf weitere Berichte aus der Kategorie „cool adventures in nature forever“, wie Martin es in seinem Profil ausdrückt, und wir empfehlen euch, @Martini_rej und @upparagliders zu folgen, damit ihr nichts davon verpasst.